Zum Abschluss noch einen Pernod In Südfrankreich im Strandbistro Der Sonnenuntergang verzaubert ihn Doch plötzlich ist die Stimmung hin Als die Frau mit dem markanten Duft Den Barman zu sich heranruft Ein Feuerzeug erleuchtet hell Es mischt sich Camel und Chanel Der Geruch von Camel und Chanel Ergreift das Kinderzimmer schnell Denn Tante Marta ist nun da Und kommt ihm wieder mal ganz nah Das Aufsteh‘n fällt ihm ziemlich schwer Ein Geist schleicht stets hinter ihm her Die Kindheit, sie will ihn erpressen Er kann sie einfach nicht vergessen Im Büro oder im Supermarkt Fühlt er sich stets wie auf der Jagd Denn irgendwann, es ist ein Fluch Mischt sich Tabakrauch mit Wohlgeruch Der Geruch von Camel und Chanel Ergreift das Kinderzimmer schnell Denn Tante Marta ist nun da Und kommt ihm wieder mal ganz nah Sie roch nach Macht und Übermut Ihm blieb nur seine eigne Wut Ein Kind, das stumm ihr Tun erlitt Sich Wunden in die Seele schnitt Und jedes Mal, wenn dieser Duft Die Dämonen von damals ruft Wird seine Welt zur dunklen Nacht Und Tante Martas Fratze lacht Der Geruch von Camel und Chanel Ergreift das Kinderzimmer schnell Denn Tante Marta ist nun da Und kommt ihm wieder mal zu nah Ein Spiel, das er nicht spielen will Die Kinderseele steht ganz still Zu Tun, was Scham und Ekel weckt Eine Klinge, die tief im Innern steckt
